Datenschutzgrundverordnung – Weihnachtspost adé?


Von:  BV, GIT, Isabel Birk / 13.12.2019 / 09:58 / 37 Tag(e)


Viele Unternehmer sind schon mitten in den Vorbereitungen für Weihnachts-Mailings – ob als Weihnachtskarten oder Weihnachtsbriefe. Doch auch ein Jahr nach Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) stellen sich viele wieder die Frage, ob das rechtlich überhaupt noch erlaubt ist.


Fakt ist: Die DS-GVO gilt für digitale Wünsche genauso wie für analoge Karten oder Briefe, weil bei allen gleichermaßen personenbezogene Daten gesammelt werden. Werbebriefe und –mittel, die an die Adresse einer juristischen Person verschickt werden, fallen nicht unter die DSGVO, sofern sie keinerlei personenbezogenen Bezug haben (Art. 2 Abs. 1 DSGVO mit Erwägungsgrund 14). Trotzdem ist das meist unüblich, denn meist wird die Post doch persönlich adressiert verschickt.
Die DS-GVO bietet mehrere Rechtsgrundlagen (Artikel 6), die den Versand von Weihnachtspost weiter erlauben. Am einfachsten ist natürlich immer die Einwilligung des Betreffenden. Hat man diese nicht, kann man sich grundsätzlich auf die bestehenden Kundenbeziehungen beziehen – und damit ein „berechtigtes Interesse“ zur Kundenpflege und –bindung (Artikel 6f). Versenden Sie Weihnachtsgrüße, dann dient das immer der Pflege dieser Beziehungen.
Hinzu kommt die Möglichkeit der Interessenabwägung. Auch diese wird zugunsten des Unternehmens ausfallen, die die Weihnachtspost verschickt, denn: Kunden dürfen und müssen mit Weihnachtspost rechnen, weil es für Unternehmen (sozialadäquat) üblich ist, sich nach Ablauf des Jahres zu bedanken. Das gilt auch schon für den Personenkreis, der zwar noch kein Kunde ist, von dem aber unter Umständen von einem Messebesuch o. ä. nur eine Visitenkarte vorliegt.


Alter: 37 Tag(e)
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