Fotos von der Weihnachtsfeier


Von:  BV, GIT, Isabel Birk / 13.12.2019 / 09:55 / 204 Tag(e)


Fotos der Weihnachtsfeier – das ist nichts Neues. Auch nicht, dass viele Momente im Foto festgehalten werden, ob als Schnappschuss oder als geplantes Gruppenfoto.


Grundsätzlich hat jeder Mensch aufgrund seines allgemeinen Persönlichkeitsrechts (Art. 2 Abs. 1, Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz) das Recht zur Entscheidung, ob er fotografiert werden möchte und welche Fotos er wie veröffentlicht oder weitergibt (§ 22 Kunsturhebergesetz). Das gilt genauso für eine Privatveranstaltung, wie die Weihnachtsfeier. Ungefragtes Hochladen von Fotos etc. in sozialen Netzen etc. ist immer ein No-Go, es ist immer die vorherige Zustimmung des Betroffenen nötig.

Und trotzdem können drei Ausnahmen greifen § 23 Abs. 1 KunstUrhG: Ist der Abgebildete eine Person der Zeitgeschichte (Politiker, Schauspieler), kann die Einwilligung entfallen, weil es sich dann um „Bildnisse mit zeitgeschichtlichem Bezug“ handelt – ohne Pflicht zur Einwilligung. Erscheint eine Person nur am Rand eines Fotos bei einem völlig anderen Bildmittelpunkt (die Bildaussage ändert sich nicht, wenn die Person nicht abgebildet wäre), gilt die Person als „Beiwerk“, sodass auch hier keine Einwilligung nötig ist. Ähnliches gilt bei der dritten Variante, wenn der Abgebildete in der Masse der anderen „untergeht“. Man denke an Fotografen von Konzerten etc. Auch hier kommt es nicht auf die Darstellung des Einzelnen an. Es geht vielmehr um das Event an sich und die Wiedergabe der Atmosphäre.

Für die Weihnachtsfeier ist es am einfachsten, wenn die Fotos mit Einverständnis aller Kollegen (mündlich reicht) und nur zur persönlichen Erinnerung geschossen werden, ohne dass sie auf facebook erscheinen. Dann braucht es auch keine Einwilligung.


Alter: 204 Tag(e)
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