Technische Mitteilungen zu Arbeiten im Bereich der Radarsensoren - Stoßfänger Heck bei Mitsubishi-Fahrzeugen


Von:  Bundesverband - Dr. Albert Bill / 13.09.2019 / 09:24 / 36 Tag(e)


Im Rahmen der Technischen Mitteilungen der AZT Automotive GmbH – Allianz Zentrum für Technik sind jüngst drei Meldungen mit Werkstattanleitungen des Herstellers Mitsubishi publiziert worden, die die Werksvorgaben zu Arbeiten im Bereich der Radarsensoren - Heckstoßfänger enthalten.


  • Foto: iStock/Huettenhoelscher

Im Einzelnen betrifft dies die Modellreihen Mitsubishi Outlander und Outlander PHEV (ab Modelljahr 2017 bis einschließlich Modelljahr 2019, AZT Nr.15/2019), Mitsubishi ASX (Modelljahr 2019 und 2020, AZT Nr. 14/2019) und Mitsubishi Eclipse Cross (ab Modelljahr 2018 bis einschließlich Modelljahr 2019, AZT Nr. 13/2019)

Entsprechend der in der AZT-Temi angegebenen Quelle (Mitsubishi EU-Workshop Manual 2019) schreibt der Fahrzeughersteller Mitsubishi vor:

„In den schraffierten Bereichen (ist der Bereich der Radarsensoren) dürfen weder Aufkleber (Folierungen) noch Lack- oder Reparaturmaterial auf die Originallackierung aufgebracht werden. Stöße und Kratzer sind zu vermeiden. Bei der Komplettlackierung des Bauteils ist es notwendig an diesen Stellen den Lackaufbau bis zum Grundmaterial ab- und einen neuen Lackaufbau aufzutragen.“

Anmerkung: Wird die Mitsubishi-Herstellervorgabe nicht beachtet, kann es zu Beeinträchtigungen der Funktionalität der Radarsensoren kommen. Grundsätzlich ist in diesem Zusammenhang auch die Frage zu stellen, ob die Herstellervorgabe von Mitsubishi praxisgerecht bzw. praxistauglich ist. Wenn die Folierung schon Auswirkungen auf die Funktionalität der Sensorik haben kann/soll, welchen Einfluss hat dann der Lackaufbau mit bekanntermaßen höherer Schichtdicke der Reparaturlackierung im Vergleich zur Schichtdicke der Werkslackierung? Fragen über Fragen, die leider ohne Antwort bleiben.

BMW hat in einem ähnlichen Zusammenhang die Stoßfängerreparatur grundsätzlich untersagt und gleich die Verwendung von Neuteilen vorgeschrieben.

Selbstverständlich sollten Betriebe, wenn sie nach der Mitsubishi Vorgabe arbeiten alle Zeiten und Materialien individuell erfassen, dokumentieren und berechnen und sich nicht mit voreingestellten AW-Vorgaben abspeisen lassen.

Die „Technischen Mitteilungen“ (AZT-Tips) und die AZT-Reparaturbeispiele können kostenpflichtig im Jahresabonnement über die AZT Automotive GmbH bezogen werden. azt-automotive.com/_Resources/Persistent/cb315f98fcf950b634e77a0093cee21a174d6b36/2019_Temi%2BRep_Bestellformular.pdf


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