Effizienz steigern – Rendite erhöhen

FRANKFURT. Auf die Konditionen von Schadensteuerern und Auftraggebern haben K&L-Betriebe nur bedingten Einfluss. Sinnvoller ist es daher, den Fokus auf Aspekte zu legen, die Unternehmer selbst in der Hand haben – die Verbesserung der betrieblichen Effizienz zum Beispiel.

(Bild: Fix Auto)

(Bild: Fix Auto)

Überall das gleiche Bild: Unternehmerinnen und Unternehmer laufen nahe an der Auslastungsgrenze, ächzen unter der Last von steigendem Kostendruck und immer strafferen Konditionen in der Schadensteuerung. Das alles bei tendenziell sinkenden Renditen. Was unternehmen Sie? Klar, Sie verhandeln Stundensätze und Einkaufskonditionen. Aber reichen diese Hebel?

Verhandeln der Stundensätze kann nur der Anfang sein

Natürlich ist es Ihre unternehmerische Pflicht, Ihren benötigten Stundenverrechnungssatz berechnen zu können und diesen mit Ihren Auftraggebern zu verhandeln. Doch auch diese haben immer nur einen gewissen Handlungsspielraum. Sie haben auf eine Erhöhung der Stundensätze also nur begrenzt Einfluss. Was wäre aber, wenn das Geheimnis zu einem gesunden und erfolgreichen Betrieb in Ihrer Hand, vor Ihrer Bürotür läge?

Holen Sie sich Ihre Handlungsfähigkeit zurück!

Legen Sie Ihr Augenmerk auf die Aspekte, die Sie tatsächlich selbst verändern können, um Ihre innerbetriebliche Leistungsfähigkeit zu verbessern. Denn hier können Sie ganz ohne Abhängigkeiten agieren. Holen Sie sich Ihre Handlungsfähigkeit zurück, indem Sie an, statt in Ihrem Unternehmen arbeiten.

Warum es so wichtig ist, die eigene Effizienz zu verbessern?

Viele Unternehmer sagen „Mein Betrieb ist voll, wir haben immer ordentlich zu tun, also haben wir eine extrem hohe Effizienz.“ Falsch! Auch wenn es verlockend ist, verwechseln Sie nicht Auslastung und Effizienz. Denn eine hohe Auslastung bedeutet lediglich, dass Sie viele Aufträge im Haus haben. Aber sie sagt nichts darüber, wie schnell und einträglich Sie diese abarbeiten. Das zeigt Ihnen erst die Effizienz auf, denn sie berechnet sich aus dem Verhältnis von verfügbaren zu tatsächlich verkauften Stunden. Eine Effizienz von 60 Prozent bedeutet demzufolge: 40 Prozent ihrer Arbeitszeit verbringen Ihre produktiven Mitarbeiter mit unproduktiven Tätigkeiten. Ein echter Renditekiller. Darüber hinaus gibt es weitere Argumente, Ihre Effizienz zu verbessern:

  • Im Gegensatz zum Stundenverrechnungssatz haben Sie zu 100 Prozent Einfluss auf Ihre Effizienz & sind nicht von anderen abhängig.
  • Sie schöpfen klüger aus, was Sie sowieso schon bezahlen: die Arbeitszeit Ihrer produktiven Mitarbeiter.
  • Durch eine verbesserte Effizienz legen Sie Kapazitäten frei, mit denen Sie weitere Aufträge annehmen können – und damit zusätzliche Umsatzpotenziale.

Fachkräfte fallen nicht vom Himmel – umso wichtiger, das bestehende, produktive Team sinnvoll einzusetzen.

Sinkende Rendite trotz steigender Umsätze

Ein typisches Symptom einer schlechten Effizienz sind sinkende Renditen trotz insgesamt guter bis sehr guter Auftragslage. 

? jetzt eigene Effizienz berechnen

Gerade wenn der Hof voll steht, geht es ohne stabile und strukturierte Prozesse drunter und drüber. Und dann verlieren Ihre produktiven Mitarbeiter Stunden, die Sie eigentlich hätten fakturieren können.

Ein paar Beispiele:

  • Fehlende Kommunikation: unklare Aufträge und Verantwortlichkeiten führen dazu, dass in Summe mehr Rücksprachen und Zwischenfragen nötig sind.
  • Fehlende Dokumentation: Zusätzliche Aufwände im Reparaturprozess können später nicht nachgewiesen werden, da Bilder fehlen.
  • Zu allgemeine Kalkulation/nicht erkannte Aufwände: ungenaue Kalkulationen, weil es mal wieder schnell gehen muss führen dazu, dass Aufwände nicht vollständig erkannt und ggf. später nicht mit abgerechnet werden. Fehlende Ersatzteile verzögern dann auch noch den Reparaturprozess!
  • Auslastungsplanung/Terminierung: schlechte Planung führt dazu, dass Ihre Mitarbeiter in der Lackiererei sich langweilen, während die Karosserie auf Hochtouren läuft – oder umgekehrt. Eine kontinuierliche Auslastungsplanung, die Spitzen vermeidet, ist absolut erfolgskritisch!
  • Nacharbeiten: falsche Materialverwendung durch fehlende Trainings erfordert Nacharbeiten – die Ihre Rendite belasten.
  • Rechnungsstellung: Fallen im Reparaturprozess zusätzliche Aufwände an, müssen diese auch den Weg zurück ins Büro finden, um in der Rechnungsstellung berücksichtigt zu werden. Klappt das nicht, können Sie Ihr Geld genauso gut verschenken.

Stunden statt Stundensatz!

Um auf die Ausgangsdebatte zurückzukommen: all diese Themen können Sie beeinflussen – indem Sie gezielt dafür sorgen, mehr Stunden zu verkaufen. Denn das ist Ihre Kernaufgabe als Unternehmer. Mit den richtigen Prozessen und Strukturen haben Sie deutlich mehr Einfluss auf Ihre Rendite als etwa durch 4 Euro mehr Stundensatz.