Deine Ausbildung im Fahrzeuglackierer-Handwerk

Du bist kreativ, arbeitest gern mit deinen Händen und suchst einen abwechslungsreichen Beruf? Dann ist eine Ausbildung im Fahrzeuglackierer-Handwerk vielleicht genau das Richtige für dich! 

Was macht ein Fahrzeuglackierer bzw. eine Fahrzeuglackiererin?

Die Aufgabenbereiche im Fahrzeuglackierer-Handwerk sind sehr vielfältig. Als Fahrzeuglackierer lackierst du Fahrzeuge und bereitest die Oberflächen für die Lackierung vor. Dazu gehört unter anderem das Schleifen und Spachteln der zu lackierenden Flächen sowie die Bestimmung und Abmischung des richtigen Farbtons. Eine besondere Herausforderung bieten hierbei Old- und Youngtimer.

Du kannst aber auch Beschriftungen und spezielle Designs nach Kundenwunsch umsetzen. Denn du lackierst nicht nur Fahrzeuge – auch Industrie- und Objektlackierungen gehören zu deiner Arbeit.

Als Fahrzeuglackierer bist du damit ein zentraler Teil einer ganzen Prozesskette, indem du unter anderem beschädigte und reparierte Autos wieder in neuem Glanz erstrahlen lässt.

Wer kann eine Ausbildung machen?

Du kannst die Ausbildung mit jedem Schulabschluss machen, ob Hauptschulabschluss oder Abitur. Viel wichtiger ist, dass du diese Eigenschaften mitbringst:

  • Kreativität: Du bist kreativ, interessierst dich für farbenfrohe Autos und moderne Technik.
  • Sorgfalt: Du arbeitest gerne genau und bist geduldig.
  • Gute Umgangsformen: Du hast gerne Kontakt zu Menschen und magst Teamarbeit, kannst aber auch selbstständig arbeiten.
  • Flexibilität: Du hast Spaß daran, immer neue Projekte und Aufgaben anzugehen.

Für Menschen aus dem Ausland, die in Deutschland eine Ausbildung machen wollen, gelten möglicherweise weitere Zugangsvoraussetzungen.

Was lerne ich in der Ausbildung?

Die duale Ausbildung im Fahrzeuglackierer-Handwerk dauert in der Regel drei Jahre. In dieser Zeit lernst du, wie du einzelne Fahrzeugteile oder ganze Fahrzeuge für die Lackierung vorbereitest und lackierst. Dafür arbeitest du mit verschiedenen Techniken und Materialien, zum Beispiel:

  • Lackier- und Spritzverfahren: Du erlernst verschiedene Lackierverfahren, dazu können auch die Airbrush-Technik oder die Pulverbeschichtung zählen
  • Lacke: Du lernst, woraus Lack eigentlich besteht und aus welchen Schichten sich eine Lackierung zusammensetzt
  • Untergründe: Du lernst, auf welche Weise Metalle, Kunststoffe und Hölzer beschichtet werden können
  • Lackiervorbereitung: Du lernst, wie du mit Spachtel, dem richtigen Schleifmittel und geeigneter Grundierung eine glatte lackierfähige Oberfläche erzeugst
  • Farbtonfindung: Du lernst, wie du mithilfe eines Farbtonmessgerätes und digitalen Tools den richtigen Farbton für die Lackierung herausfindest
  • Industrielackierung: Du lernst, wie du alle möglichen Objekte vor Korrosion schützen kannst

Lackiererblatt Wissens-Check

Mit dem kostenlosen Lackiererblatt Wissens-Check kannst du dein Fahrzeuglackierer-Fachwissen auf spielerische Art testen. Er bietet rund 300 programmierte Fragen und Antworten aus dem Bereich der Lackiertechnik: vom Arbeitsschutz über die Farbtheorie bis hin zu modernen Applikationsverfahren.

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Wie komme ich an einen Ausbildungsplatz?

Wenn du dich für den Fahrzeuglackierer-Beruf interessierst, ist ein Praktikum ein guter erster Schritt auf dem Weg zur Ausbildung. Am besten rufst du einmal bei Fahrzeuglackierer-Betrieben in deiner Nähe an und fragst nach. Der Vorteil eines Praktikums ist, dass du den Alltag in einem Fahrzeuglackierer-Betrieb kennenlernst. Vielleicht kannst du dort im Anschluss auch direkt deine Ausbildung beginnen. Hilfreiche Bewerbungstipps haben wir für dich hier zusammengestellt.

Wusstest du, dass die besten Auszubildenden eines Jahrgangs jedes Jahr bei den Deutschen Meisterschaften der Fahrzeuglackierer gegeneinander antreten und es sogar ein Fahrzeuglackierer Nationalteam gibt?

Wo kann ich mit einer Ausbildung als Fahrzeuglackierer bzw. Fahrzeuglackiererin arbeiten?

Als Fahrzeuglackierer bzw. Fahrzeuglackiererin steht dir die (Arbeits-)Welt offen. Deine Jobchancen und Zukunftsaussichten sind sehr gut.

Du kannst nach der Ausbildung direkt in einem Fahrzeuglackierer-Betrieb und in unterschiedlichen Bereichen arbeiten: Unfallinstandsetzung, Restauration von Old- und Youngtimern, Fahrzeugbeschriftungen und -design oder Industrie- und Objektlackierungen. Das kann reichen von kleinen Aufträgen für Privatkunden über Reparaturlackierungen für Autohäuser bis hin zu großen Flottenkunden - je nachdem welchen Schwerpunkt dein Betrieb hat.

Viele Fahrzeuglackiererinnen und Fahrzeuglackierer entscheiden sich nach der Ausbildung auch dazu, sich weiterzubilden, zum Beispiel in Meister- oder Technikerschulen. Oder sie gehen später eigene Wege und gründen ihr eigenes Unternehmen.

Welche Karrierewege dir mit einer Ausbildung offenstehen, haben wir hier für dich zusammengestellt

Deine Ausbildung auf einen Blick

Zugangsvoraussetzung:Hauptschulabschluss oder höher
Ausbildungsdauer:3 Jahre - Verkürzung möglich (z. B. für Abiturienten)
Ausbildungsart:Duale Ausbildung
Ausbildungsbeginn:1. August oder 1. September - aber auch individuelle Absprachen möglich
Arbeitszeit:maximal 40 Stunden pro Woche
Ausbildungsgehalt:ab 900 € bis 1.150 € je nach Ausbildungsjahr
Zwischenprüfung:am Ende des vierten Ausbildungshalbjahrs
Gesellenprüfung Teil 2:am Ende der Ausbildung
Abschluss:Gesellenbrief 

FÜR INTERESSIERTE UND AUSZUBILDENDE

Welche Unterstützungsangebote gibt es im Rahmen der Ausbildung?

Du hast Probleme eine Ausbildung zu finden oder hast bereits eine Ausbildung abgebrochen? Oder du weißt nicht genau, welche Ausbildung am besten zu dir passt? Wir haben für dich eine Übersicht mit zahlreichen Unterstützungsangeboten zusammengestellt. Schau doch mal rein!

Auch für Betriebe und Ausbilder gibt es diverse Angebote, um den Ausbildungserfolg zu erhöhen.

STUDIUM TRIFFT PRAXIS

Duale und triale Studiengänge

Ein duales Studium bietet die Möglichkeit gleichzeitig eine Ausbildung zu absolvieren und zu studieren. Mit dem Abschluss des dualen Studiums besitzt man eine abgeschlossene Berufsausbildung im Handwerk sowie einen Bachelorabschluss. Beim trialen Studium kommt der Meistertitel noch hinzu. Zugangsvoraussetzung sind Abitur, Fach-Abitur oder Fachhochschulreife.

Eine Auswahl an dualen und trialen Studiengängen haben wir für dich hier zusammengestellt - am besten informierst du dich aber direkt bei den Hochschulen: 

Alle Angebote sind Bachelor-Studiengänge.

  • Studiengang BWL-Handwerk | DHBW Stuttgart - Zielgruppe sind hier Studieninteressierte mit abgeschlossener Gesellenprüfung, die nach dem Bachelor-Abschluss die Meisterprüfung ablegen und dann von Teil 3 und 4 der Meisterprüfung befreit sind.