Fußbodentechnik: Die Merkblätter zur Schnittstellenkoordination verlieren die Zustimmung von neun Verbänden

Zwischen dem Handwerk der Estrichleger und den bodenlegenden Gewerken gibt es seit Jahren Differenzen in der Schnittstelle „Belegreife von Estrichen“. Dabei geht es vor allem um Methoden und Grenzwerte bei der Feuchtemessung.

 

Für die Feuchtemessung des Estrichs wurde in den Merkblättern zur Schnittstellenkoordination bei Flächenheizungs- und Flächenkühlungssystemen in Neubauten und bestehenden Gebäuden der veraltete Status Quo erhalten. 

Es geht im Speziellen um folgenden Hinweis aus der DIN 18560-1 (2021): 

Alternative Messmethoden (z.B. dielektrische, hygrometrische Methoden, KRL) können ggf. zur Vorprüfung und zur Eingrenzung feuchter Flächen dienen.

Hier wird ignoriert, dass die KRL-Methode, die bei modernen Estrichen oft die bessere Methode zur Feuchtemessung darstellt, mit der CM-Messung zumindest gleichzustellen ist. 

 

Die Information des Arbeitskreises “Schnittstelle Fußboden “(Anlage) stellt deshalb fest, dass die beiden Merkblätter nicht mehr die anerkannten Regeln der Technik widerspiegeln.