Hinweise zu Verformungen bei Zementestrichen

FRANKFURT. Die Bundesfachgruppe Fußbodentechnik weist auf eine verbandsübergreifende Information hin, nach der Konsequenzen des materialbedingten Schüsselns von Zementestrichen auch bei sorgfältigster Prüfung und Arbeitsausführung durch den Parkett- und Bodenleger nicht verhindert werden können.

 

Durch die schnellere Trocknung der Oberseite des Estrichs verliert diese mehr Wasser als die Unterseite, der Estrich verliert im oberen Bereich mehr Volumen, zieht sich an der Oberseite zusammen und schüsselt deshalb an den Rändern auf.

Die Schlüsselung im Randbereich beträgt bei einem üblichen belegreifen Zementestrich nur wenige Millimeter und ist für einen Parket- und Bodenleger weder bei der Untergrundprüfung noch bei der Verlegung seines Oberbodens erkennbar. (Durch falsche, forcierte Trocknung entstehende größere Verformungen sind ggf. mit sehr langen Richtlatten erkennbar). Die Schüsselung bildet sich nach Bodenverlegung später im Laufe der Austrocknung zurück. Dabei können sich ggf. zu den Fußleisten Fugen bilden, Randverfugungen abreißen oder Schäden an Bodenbelägen auftreten.

 

Die Verbändeinformation soll Planer und Kunden darüber informieren, dass diese zementestrichtypische Eigenschaft nicht durch den Bodenleger zu verantworten ist. Das Problem kann durch andere Estricharten reduziert/vermieden werden.