SCHUFA-Score 2026: Endlich transparenter

Jahrzehntelang war das Bewertungsschema der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (SCHUFA) - der sogenannte „SCHUFA-Score“ kaum nachvollziehbar. Seit März 2026 basiert die Systematik nur noch auf zwölf klar benannten Kriterien. Die dahinterstehenden Berechnungen bleiben zwar weiterhin „Betriebsgeheimnis“ der SCHUFA; aber die zwölf Kriterien sind besser nachvollziehbar, kostenlos einsehbar und vor allem: für alle Beteiligten gleich – ob Unternehmen oder Kunden.

Anstelle von über 250 geheimen Merkmalen liegt die Bewertung nun offen: von pünktlichen Zahlungen (über 260 Punkte) bis zu Wohndauer, Kreditkartenalter und Identitätsprüfung. Für rund 83 Prozent der Verbraucher ändert sich die Score-Klasse nicht, schwieriger wird es allerdings für jüngere Menschen, die bspw. noch nicht sehr lange am Berufs- und Wirtschaftsleben teilnehmen oder für diejenigen, die häufiger den Wohnort wechseln.

Für Handwerksbetriebe bringt der neue Score einige Vorteile:
Bonitätsprüfungen werden einfacher, Kunden mit bereinigten Negativeinträgen gelten nach 18 statt 36 Monaten wieder als unbelastet. Dennoch sollte man aber gerade vor Investitionsvorhaben umsichtig vorgehen, weil meist mehrere Kreditanfragen bei verschiedenen Anbietern vorausgehen und diese je nach Zahl der Anfragen eine der Stellschrauben bedeutet und sich auch im Score niederschlägt.

Um Datenfehler in der SCHUFA-Akte zu vermeiden, sollte man jährlich eine kostenfreie Selbstauskunft anfordern. Dies kann über die Webseite oder unter app.schufa.de mit einer einfachen Registrierung erfolgen. Der Grund: Fehler schlagen sich im neuen System deutlicher nieder.

Mehr Details, alle zwölf Kriterien und Praxistipps für Handwerksbetriebe finden Sie in unserer Broschüre (nur für Innungsmitglieder)