Nach gewerkeübergreifenden Befragungen liegen die Stundenverrechnungssätze – abhängig von der Region und vom Gewerk – im Jahr 2025 bei etwa ca. 50 bis 80 Euro und in Einzelfällen sogar noch (weit) höher.
Auch im Maler- und Lackierhandwerk steigen die Stundenverrechnungssätze jährlich, doch das bedeutet nicht, dass damit auch der Verdienst pro Stunde kontinuierlich steigt. Zuerst müssen alle Kosten gedeckt sein (inkl. der kalkulatorischen Kosten). Danach sollte auch noch der Gewinnzuschlag realisiert sein, der betriebswirtschaftlich bzw. kostenrechnerisch gewünscht ist (nicht nur „nötig“ oder „leider nur durchsetzbar“). Erst dann zeigt sich der tatsächliche Verdienst pro Arbeitsstunde.
Ausschließlich Soll-Ist-Vergleiche über Nachkalkulationen machen diese Analyse möglich.
Wer als Unternehmer 2025 seine Arbeitsstunde netto kalkuliert,
- muss zuerst den Bruttostundenlohn zugrunde legen (bspw. 19,42 Euro bzw. 19,10 Euro/Std.)
- und darüber hinaus die Lohnnebenkosten. Dies sind mit ca. 74 Prozent bis 76 Prozent überwiegend gesetzliche soziale Aufwendungen, bezahlte Urlaubs- und Feiertage, die Entgeltfortzahlung bei Krankheit oder Mutterschaft und die Urlaubskosten, aber ggf. auch tarifliches Weihnachtsgeld.
- Hinzu kommt dann noch der Kostenblock für fixe und variable Kosten – diejenigen Kosten, die nur über einen Zuschlag auf die Lohnkosten verrechnet werden können. Es handelt sich um Gemeinkosten, die mit etwa 130 Prozent auf die produktiven Lohnkosten zu Buche schlagen.
- Daraus ergeben sich Gesamtkosten von etwa 58 bis 60 Euro pro Arbeitsstunde.
- Erst dann wird der Zuschlag für die Gewinnmarge aufgeschlagen – bei weniger als zehn Prozent sollte sie aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht liegen. Dies wären dann also etwa 5,80 Euro/Std. bis 6,00 Euro/Std., was als Verdienst bezeichnet werden kann (sofern alle Annahmen aus den Planungen nicht unvorhergesehen negativ beeinflusst wurden).
Wie sich ein Stundenverrechnungssatz für Maler/Lackierer aktuell zusammensetzen könnte, haben wir für Sie zusammengestellt. Die Information können Sie sich hier herunterladen. Weil vielen Kunden solche Stundenverrechnungssätze für eine Dienstleistungsstunde zu hoch erscheinen, muss sich der Unternehmer für Preisgespräche unter Umständen argumentativ vorbereiten. Dazu stellen wir in Kürze nocheine eigene „Kundeninfo“ zur Verfügung.


