Die dynamische Natur der Automobilbranche und die Herausforderungen für Hersteller, vollständige Reparaturanleitungen sowie modellspezifische Informationen bereitzustellen, führen oft zu fehlenden Daten in den Kalkulationssystemen. Die IFL-Liste fungiert als entscheidendes Instrument zur Schließung von Lücken in diesen Systemen, insbesondere da Herstellervorgaben und Kalkulationssysteme nicht alle Arbeitsschritte bei der Instandsetzung berücksichtigen können.
Die Interessengemeinschaft für Fahrzeugtechnik und Lackierung e. V. (IFL e.V.) hat auf diese Herausforderungen reagiert, indem sie die Liste "Frei wählbarer Arbeitspositionen" ins Leben gerufen hat. Aktuell umfasst sie 91 Positionen, basierend auf Rückmeldungen von Mitgliedsbetrieben und Sachverständigen, und wird kontinuierlich aktualisiert und erweitert, wobei Vorschläge aus der Branche berücksichtigt werden.
Die fortlaufende Aktualisierung gewährleistet, dass die IFL-Liste stets dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Am 22.11.2023 trafen sich die Mitglieder zur 7. Aktualisierung, um weitere neue Positionen und Anpassungen am technischen Stand der Liste zu diskutieren.
Die Herausforderung für Anbieter von Kalkulationssystemen besteht darin, mit schnellen Modellwechseln und komplexen Ausstattungsvarianten Schritt zu halten. Die IFL-Liste ermöglicht qualifizierten Anwendern, trotz unvollständiger Informationen fachgerecht zu kalkulieren, indem sie mit "Freien Arbeitspositionen" die Kalkulation ergänzen.
Torsten Schmidt (BFL) unterstreicht: "Solange Fahrzeughersteller und Importeure keine tagesaktuellen und vollständigen Informationen bereitstellen, sind „Frei wählbare Arbeitspositionen“ unerlässlich, um eine umfassende Kalkulation, Reparatur und Abrechnung zu gewährleisten."
Die BFL ist seit 2019 Mitglied im IFL e.V. und vertritt die Interessen der Fahrzeuglackierfachbetriebe. Einer der drei Vorstandsposten wird durch Steven Didssun Präsindent der BFL vertreten.

