Herr Schnitzhofer, wo sehen Sie aktuell die größten Herausforderungen im Lackierbetrieb und an welcher Stelle der Prozesskette gibt es Ihrer Meinung nach noch Einsparpotential?
Die Betriebe stehen unter einem enormen Kostendruck, das ist kein Geheimnis. Lackmaterial, Energie, Fachkräfte: Alles wird teurer, während die Margen gleichzeitig unter Druck geraten. Was mich dabei immer wieder überrascht, dass viele Betriebe das größte Einsparpotential noch gar nicht ausgeschöpft haben, nämlich im Lackierprozess selbst.
Overspray, lange Ablüftzeiten, hoher Energiebedarf beim Trocknen, Staubeinschlüsse, die Nacharbeit erzwingen: Das sind keine Randprobleme, das ist tägliche Realität in vielen Kabinen. Genau hier liegt das Potential. Wer seinen Applikationsprozess optimiert, spart nicht nur Material, sondern gewinnt auch Zeit und Kapazität. Ein Fahrzeug mehr pro Tag in der Kabine macht am Ende des Jahres einen erheblichen Unterschied.
Wie unterstützen Sie Unternehmen, die sich einen schlankeren und sicheren Applikationsprozess wünschen?
Unser Ansatz bei KAMATEC ist immer der gleiche: Wir kommen in den Betrieb, schauen uns den Prozess vor Ort an und zeigen ganz konkret was möglich ist. Keine Theorie, sondern eine Live-Vorführung direkt in der Werkstatt, mit dem eigenen Lack und in der eigenen Kabine.
Mit unserem System ION-7 ermöglichen wir das Lackieren mit Stickstoff statt herkömmlicher Druckluft. Das klingt zunächst ungewohnt, überzeugt aber in der Praxis sehr schnell: Der Overspray wird deutlich reduziert, die Ablüftzeiten verkürzen sich spürbar und durch die integrierte Ionisierung werden elektrostatische Staubeinschlüsse minimiert. Betriebe die auf ION-7 umgestiegen sind berichten von bis zu 20 Prozent Lackersparnis und einem deutlich ruhigeren Arbeitsablauf in der Kabine. Dazu kommt die Möglichkeit, klimaunabhängig zu lackieren – ein Faktor, der gerade in den Übergangszeiten enorm an Bedeutung gewinnt.
Für uns ist es wichtig, dass Betriebe die Technologie selbst erleben, bevor sie eine Entscheidung treffen. Deshalb bieten wir die Vorführung immer kostenlos und unverbindlich an.
Sie sind seit knapp zwei Jahren Fördermitglied beim BFL – warum ist Ihnen die Unterstützung des Verbandes so wichtig?
Der BFL leistet aus meiner Sicht eine unverzichtbare Arbeit für das Fahrzeuglackierer-Handwerk, von der Berufsbildung über technische Weiterentwicklung bis hin zur Interessenvertretung gegenüber Politik und Industrie. Als Unternehmen das täglich mit Lackierbetrieben zusammenarbeitet, ist es uns ein echtes Anliegen, diesen Verband zu unterstützen.
Wir sehen uns nicht nur als Lieferant, sondern als Partner der Branche. Zu einer echten Partnerschaft gehört für mich auch, die Strukturen zu stärken, die das Handwerk voranbringen. Der BFL schafft Plattformen für den fachlichen Austausch, fördert den Nachwuchs und hält das Bewusstsein für Qualität und Innovation in der Branche wach. Das sind Werte, die wir bei KAMATEC teilen und deshalb ist die Fördermitgliedschaft für uns keine Formalität, sondern eine Überzeugung.
Über KAMATEC:
Die KAMATEC GmbH mit Sitz in Aglasterhausen ist seit über 15 Jahren Entwickler und Vertreiber innovativer Werkstattlösungen für die Karosserie- und Lackierbranche. Das Unternehmen steht für praxisnahe Lösungen, die direkt aus dem Werkstattalltag entstehen und mit dem Anspruch entwickelt werden, Prozesse effizienter, wirtschaftlicher und qualitativ hochwertiger zu gestalten.
Mit dem ION-7 hat KAMATEC ein System auf den Markt gebracht, dass das Lackieren mit Stickstoff statt herkömmlicher Druckluft ermöglicht. Ergänzt wird das Portfolio durch weitere Produkte für die Kunststoffbearbeitung, den Kabinenschutz und die Werkstattausrüstung, die alle mit dem Ziel entwickelt wurden, den Alltag in K&L-Betrieben spürbar zu verbessern.


